Positionspapier: Damit der Religionsunterricht in Deutschland zukunftsfähig bleibt

Konfessionell, kooperativ, kontextuell – Weichenstellungen für einen zukunftsfähigen Religionsunterricht

Der Religionsunterricht in Deutschland steht angesichts gesellschaftlicher, politischer und religiöser Transformationsprozesse vor neuen Herausforderungen. Die Zugehörigkeiten zu Religionen und Konfessionen verändern sich: Evangelische und katholische Schülerinnen und Schüler werden weniger, der Anteil konfessionsloser und muslimischer Schülerinnen und Schüler steigt. Zugleich ist Religion wieder ein öffentliches Thema geworden.

Gesamtgesellschaftlich stellt sich die entscheidende Frage, wie das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, religiösen und weltanschaulichen Hintergründen in guter Weise gelingen kann. Kinder und Jugendliche sehen sich dadurch herausgefordert, blicken aber optimistisch auf die Zukunft und zeichnen sich durch eine pragmatische Haltung auch im Bereich des Religiösen aus.

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[CfP] – ÖRF-Ausgabe Jahrgang 25 (2017)

ÖRF-Ausgabe Jahrgang 25 (2017), H. 2. Schwerpunktthema „Wenn kein Hahn mehr danach kräht“: Vom Bildungspotenzial biblischer Texte

Call for Papers

Bibel und Bildung – dieses komplexe, sich in einem massiven Transformationsprozess befindliche Themenfeld soll in multiperspektivischen Annäherungsprozessen erschlossen werden. Bildungstheoretische Diskurse rund um das christliche „Buch der Bücher“ stehen im Fokus dieser ÖRF-Ausgabe. Welche Bildungspotenziale stecken also – idealiter und/oder realiter – (noch) in der Begegnung mit biblischen Texten?

Dabei stellen sich vor dem Hintergrund der, religionspädagogisch wie schulpraktisch weithin geteilten Diagnose eines gravierenden Erfahrungs-, Relevanz- und Effektivitätsverlusts der biblischen Überlieferung (Iris Bosold) in völlig neuer Schärfe Fragen rund um die Ansprüche und Ziele von biblischen Lern- und Bildungsprozessen in den verschiedenen Bildungsfeldern und -kontexten.

 

Weitere Informationen zum Call for Paper erhalten Sie auf der Seite der ÖRF – Call for Papers.

Bitte beachten Sie die Richtlinien für AutorInnen und die aktuellen Manuskriptrichtlinien.

[CfP] – Research in Subject-matter Teaching and Learning (RISTAL)

Dear colleagues,

We wish to announce that the Association for „Fachdidaktik“ (GFD; www.fachdidaktik.org) and the University of Vienna are launching a new scholarly, peer-reviewed journal called Research in Subject-matter Teaching and Learning (RISTAL; www.ristal.org). We are currently accepting submissions for the first issue, which is scheduled to appear in autumn 2017.

If you would be so kind, please forward this announcement to colleagues in your field who are interested in fostering comparative perspectives and a productive exchange of ideas among researchers in subject-matter education around the world.

You may find further information at www.ristal.org.

Prof. Dr. Martin Rothgangel (editor-in-chief)
University of Vienna Institute for Religious Education Schenkenstr. 8-10
A-1010 Vienna, Austria
Tel.: +43-1-4277-32904
E-mail: martin.rothgangel@univie.ac.at

 

Österreichisches Religionspädagogisches Forum (ÖRF) – Jahrgang 24/2016/2 online

Vor fast genau 25 Jahren – im Spätherbst 1991 – erschien die erste Ausgabe der Österreichischen Fachzeitschrift „Österreichisches Religionspädagogisches Forum“. Gründungs-Schriftleiter war der emeritierte Religionspädagoge an der Universität Wien, Wolfgang Langer.

Heute freuen wir uns,  die 25. Ausgabe des „Österreichischen Religionspädagogischen Forums“,  vorzustellen!

Das Schwerpunktthema ist diesmal:

 

Anerkennung von Diversität und/oder Integration durch religiöse Bildung? Religionspädagogische Herausforderungen durch Migrationsbewegungen“

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CfP – ‚Wirkung‘, ‚Rezeption‘ und ‚Transfer‘ als Thema der historischen Religions- und Bildungsforschung

Call for Paper zur Tagung des „Arbeitskreises für historische Religionspädagogik“ in Verbindung mit dem SFB 1136 „Bildung und Religion in Kulturen des Mittelmeerraums und seiner Umwelt von der Antike bis zum Mittelal-ter und zum Klassischen Islam“ am 28./29. März 2017 an der Universi-tät Göttingen zum Thema:

‚Wirkung‘, ‚Rezeption‘ und ‚Transfer‘ als Thema der historischen Religions- und Bildungsforschung

CfP – Sache – Dinge – Aufgaben?

Jahrestagung der DGfE-Kommission „Schulforschung und Didaktik“
06. bis 07. März 2017 an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Call for Papers
Sache – Dinge – Aufgaben?
Zur Konstruktion und Bedeutung von Fachlichkeit in der Unterrichtsforschung

Unterricht vollzieht sich immer auch in Sachbezügen. Die Frage, was im Unterricht wie zum
Thema wird, spielt in der fach- und allgemeindidaktischen Forschung und Theoriebildung,
der Schulbuchforschung sowie zunehmend auch in der empirischen Unterrichtsforschung in
erziehungswissenschaftlicher Perspektive eine Rolle. Allerdings gibt es bisher kaum Diskussionen
dazu, wie sich die Fachlichkeit von Unterricht in unterschiedlichen Disziplinen und
Forschungsparadigmen konstituiert und in der Forschung Bedeutung erhält.

Gemeinsame Erklärung der an der Durchführung des
bekenntnisorientierten Religionsunterrichts in
Nordrhein-Westfalen beteiligten
Kirchen, Religionsgemeinschaften und des
Beirates für den Islamischen Religionsunterricht

Düsseldorf, den 31. Mai 2016

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Empirische Religionspädagogik und Praktische Theologie

Seit einem Monat ist der von Christian Höger und Silvia Arzt  herausgegebene Online-Sammelband unserer Sektion online über den OPUS der PH Freiburg verfügbar unter:

http://phfr.bsz-bw.de/frontdoor/index/index/docId/566

Der Band trägt den Titel:

Empirische Religionspädagogik und Praktische Theologie: Metareflexionen, innovative Forschungsmethoden und aktuelle Befunde aus Projekten der Sektion „Empirische Religionspädagogik“ der AKRK
Die beiden Herausgebenden und weitere 17 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz, freuen sich über reges Lesen, Zitieren, Verlinken und Rezensieren dieser vielseitigen Veröffentlichung zu diversen religiösen Lernorten, die zu weiteren empirisch fundierten Forschungen mit unterschiedlichen qualitativen und quantitativen Methoden anregen möchte.

PRESSEMITTEILUNG

Religionsunterricht trägt keine Verantwortung für leere Kirchen / Religionspädagogische Fachverbände widersprechen Kurienerzbischof Gänswein

In einem Interview mit der Deutschen Welle kritisierte der Kurienerzbischof Georg Gänswein am 20.3.2016 die Glaubensvermittlung in Deutschland. Dem Glauben fehle die richtige „Wurzelnahrung“ durch mutige Glaubenszeugnisse. Gänswein warnt vor einem Glauben „light“ und bemängelt dabei den Religionsunterricht. „Oft ist es so, dass nach der Schule die jungen Leute von ihrer Religion fast gar nichts wissen und wenn sie nichts wissen, dann können sie auch mit der Religion nichts anfangen, da ist es wichtig, dass man da wirklich Hand anlegt und Abhilfe schafft.“

Die Arbeitsgemeinschaft Katholische Religionspädagogik und Katechetik (AKRK) und der dkv-Fachverband für religiöse Bildung und Erziehung (Deutscher Katecheten-Verein) stimmen Gänsweins Diagnose von „leeren Kirchen“ und „Leerstellen“ in der Glaubensverkündigung und -vermittlung zu, weisen aber seinen Versuch zurück, den Religionsunterricht für diese Krise verantwortlich zu machen. Die Hinführung zur Teilnahme am kirchlichen Leben ist nicht primär Aufgabe des Religionsunterrichts, noch kann dieser kompensatorisch katechetische Funktionen übernehmen. Der Religionsunterricht nimmt im Kanon der schulischen Fächer eine geachtete Stellung ein und leistet einen wesentlichen und anerkannten Beitrag zur Allgemeinbildung von Schülerinnen und Schülern.

Die von Gänswein geforderte Abhilfe kann aus Sicht von dkv und AKRK nur als eine gemeinsame Aufgabe von Katechese und Religionsunterricht, von Kirche und Bildungseinrichtungen verstanden werden, religiöse Bildung an den Lernorten Familie, Kirche und Schule zu stärken. Denn der „konfessionelle Religionsunterricht lebt von seiner eigenen Gestalt, die es ihm erlaubt, unter den Bedingungen der Schule seine Aufgabe zu erfüllen. Gerade in dieser Ausrichtung hat er sich in den letzten Jahrzehnten gut entfaltet und behauptet. Nun dem Religionsunterricht aufzutragen, was eine reduzierte Katechese nicht leisten kann, würde nicht nur die Katechese veröden lassen, sondern auch die Anerkennung des Religionsunterrichts in Schule und Gesellschaft gefährden.“ (Erklärung des dkv „Den Religionsunterricht nicht überfordern“ 2012)

Marion Schöber
dkv-Vorsitzende
Claudia Gärtner
Vorsitzende der AKRK  

 

Die Mitteilung auf der dkv Webseite finden Sie hier.

Die Pressemeldung als PDF – Dokument: